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Pressemitteilungen

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Verkehrserhebung Uznach / Regionale Verbindungsstrase A53

Jedes zweite Auto fährt durch Uznach hindurch

Mittels Modellrechnung wurde 2011 die Zweckmässigkeit der Regionalen Verbindungsstrasse A53-Gaster unter Beweis gestellt. Eine aktuelle Verkehrserhebung belegt, dass der Anteil des Durchgangsverkehrs damals unterschätzt wurde. Die Region ZürichseeLinth setzt sich weiterhin mit Nachdruck für die rasche Umsetzung des dringenden Strassenverkehrsprojekts ein.

Sechs Haupteinfallsachsen führen aus allen Himmelsrichtungen nach Uznach beziehungsweise aus Uznach hinaus. 2011 hat das Ingenieurbüro Ernst Basler + Partner den Durchgangs- und Zielverkehr für das Jahr 2025 berechnet. Gemäss der damaligen Modellrechnung macht der Durchgangsverkehr je nach Strasse zwischen 30 und 58 Prozent aus. Siehe dazu Abbildung 1.

Diese Modellzahlen wurden im Auftrag des kantonalen Tiefbauamts für die Zweckmässigkeitsbeurteilung (ZMB) der Regionalen Verbindungsstrasse A53-Gaster ausgewertet. Die ZMB hat den Bedarfs- und Machbarkeitsnachweis für die Strasse erbracht. Um die Bevölkerung in die Optimierung der Linienführung miteinzubeziehen, fand ab 2013 ein Mitwirkungsprozess statt.

Im Rahmen dieser Mitwirkung wurden zum Teil Zweifel an den grundlegenden Verkehrszahlen geäussert. Der errechnete Anteil Durchgangsverkehr wurde als zu hoch empfunden und eine aktuelle Verkehrszählung gefordert. 2017 hat die Gemeinde Uznach das Ingenieurbüro ewp, das auch den Mitwirkungsprozess fachlich begleitet hat, mit einer Verkehrserhebung beauftragt. Dies mit dem Ziel, die Anteile des Durchgangs- und Zielverkehrs im Vergleich zu den Zahlen aus dem Verkehrsmodell 2011 zu verifizieren.

Mehr Durchgangsverkehr als angenommen

Die Nummernschilderhebung wurde am Dienstag, 13. Juni 2017, in der Abendspitzenstunde, das heisst zwischen 17 und 18 Uhr, durchgeführt. Dienstage sind für Verkehrszählungen neben den Donnerstagen die repräsentativsten Werktage. Die Messungen wurden an allen sechs Haupteinfallstrassen vorgenommen, um den Vergleich mit den Modellzahlen 2011 (vgl. Abbildung 1) zu ermöglichen. Durch das Abgleichen der notierten Nummernschilder wird festgestellt, welche Fahrzeuge durch Uznach hindurch fahren respektive den Start- oder Zielpunkt in Uznach haben.

Am Tag der Messung bestanden in und um Uznach herum keine grösseren Baustellen, die den Verkehr massgebend beeinflusst hätten. Der Verkehr funktionierte «normal». Erwartungsgemäss war der Anteil Durchgangsverkehr auf der St. Galler- bzw. Zürcherstrasse am geringsten (37%) und auf der Benknerstrasse am höchsten (66%). Das gewichtete Mittel lag bei 50 Prozent.

Die federführenden Verkehrsplaner zeigen in ihrer Erhebung auf, dass der Anteil des Durchgangsverkehrs in der Modellrechnung 2011 eher unterschätzt als überschätzt wurde. So weist das Verkehrsmodell 2011 (siehe Abbildung 1) beispielsweise auf der Grynaustrasse einen Durchgangsverkehrsanteil von rund einem Drittel aus, während dieser in der Verkehrserhebung 2017 (siehe Abbildung 2) bei über 50 Prozent lag. Auf der Benknerstrasse ist der Durchgangsverkehrsanteil mit 66 Prozent sogar doppelt so hoch wie in der Modellrechnung 2011.

Vergleich mit Verkehrsmodellen

Das Verkehrsmodell 2011 aus der Zweckmässigkeitsbeurteilung wurde bereits 2014 um Kennzahlen wie die Anzahl Einwohner und Arbeitsplätze sowie die städtebauliche Entwicklung aktualisiert. Das Ingenieurbüro ewp hat die im Juni 2017 erhobenen Verkehrszahlen nun dem aktualisierten Modell 2014 gegenübergestellt und auf das Jahr 2010 rück- und auf das Jahr 2030 hochgerechnet, um den Einfluss der unterschiedlichen Zeitzustände einzuschätzen. Die Fachleute kommen zum Schluss, dass sich die festgestellten Differenzen zwischen der Verkehrserhebung 2017 und dem Modell im Rahmen der üblichen Modellungenauigkeit von 10 bis 15 Prozent bewegen, so dass die weitere Planung auf das Verkehrsmodell abgestimmt werden kann.

Dringlichkeit steht ausser Frage

Für die Region ZürichseeLinth sind die aktuellen Messergebnisse eine Bestätigung für den dringenden Handlungsbedarf. «Die Resultate belegen, dass der Verkehr im Zentrum von Uznach bei weitem nicht nur hausgemacht ist und dass es eine gemeindeübergreifende Lösung braucht», sagt Verbandspräsident Markus Schwizer. «Aufgrund der zunehmenden Belastung stehen für die Gemeindebehörden der Region ZürichseeLinth die Notwendigkeit und Dringlichkeit der regionalen Verbindungsstrasse A53-Gaster ausser Frage.»

Die Region ZürichseeLinth setzt sich weiterhin mit Hochdruck für die rasche Umsetzung des Vorhabens ein. Bis Ende 2018 realisiert das kantonale Tiefbauamt für die regionale Verbindungsstrasse A53-Gaster ein Genehmigungsprojekt. Anschliessend wird den betroffenen Gemeinden Gelegenheit zur Stellungnahme geboten. Das Genehmigungsprojekt untersteht dem fakultativen Referendum. Vorbehältlich der Projektgenehmigung durch den Kantonsrat kann darauf die öffentliche Planauflage durchgeführt werden.»

Kontakt
Markus Schwizer, Präsident Region ZürichseeLinth, Telefon 055 293 39 39
Dokumente Abbildung01.pdf (pdf, 255.5 kB)
Abbildung02.pdf (pdf, 305.4 kB)


Datum der Neuigkeit 10. Nov. 2017