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Medienmitteilung

Erscheinungsdatum: 09.09.2021

 

Die regionale Verbindungsstrasse A15-Gaster löst den gordischen Knoten

Das kantonale Tiefbauamt hat die Region Zürichsee-Linth über den aktuellen Planungsstand im Projekt Regionale Verbindungsstrasse A15-Gaster informiert. Im Vordergrund der Information standen die Optimierung der Linienführung im Bereich Kaltbrunner Riet und die aktualisierte Zweckmässigkeitsbeurteilung. Die Region Zürichsee-Linth ist nach wie vor überzeugt, dass das Projekt für eine nachhaltige regionale Verkehrs- und Siedlungsentwicklung von höchster Bedeutung ist.

Um die Auswirkungen des Projekts Regionale Verbindungsstrasse A15-Gaster auf das Schutzgebiet Kaltbrunner Riet zu minimieren, arbeitet das kantonale Tiefbauamt unter anderem an einer Optimierung der Linienführung. Während eines Variantenstudiums wurden die ursprüngliche Linienführung einer Parallelverschiebung, einer Parallelverschiebung mit Tieferlegung sowie einer Tunnelvariante gegenübergestellt.

Der Gemeindeverbund Region Zürichsee-Linth nimmt erfreut zur Kenntnis, dass mit der Variante «Tieferlegung mit Parallelverschiebung» eine pragmatische Lösung getroffen wurde, die einen grösseren Abstand zum Schutzgebiet aufweist und das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler nicht tangiert. Ebenso verursacht die Bestvariante gegenüber der bisherigen Variante weniger Störungen durch Licht und Lärm, und die Tieferlegung des Trassees führt zu einer besseren Eingliederung in die Landschaft.

Projekt ist von grosser strategischer Bedeutung

Das kantonale Tiefbauamt hat für das Strassenbauprojekt die Zweckmässigkeitsbeurteilung aus dem Jahr 2011 aktualisiert. Im Rahmen der Projektierung wurde das Nutzen-Kosten-Verhältnis deutlich verbessert. Trotzdem stehen gemäss Gutachten die Kosten und der Nutzen des Projekts nicht im Gleichgewicht zueinander.

Der Gemeindeverbund Region Zürichsee-Linth nimmt dieses Fazit zur Kenntnis. Gleichzeitig ist sie von der grossen strategischen Bedeutung des Projekts überzeugt. Die ZMB bestätigt, dass die im Regionalplan festgelegten Ziele (Aufwertung der Siedlungsgebiete, Erhöhung der Verkehrssicherheit, verträgliche regionale Strassenverbindungen sowie die verbesserte Erreichbarkeit der Entwicklungsgebiete) nur mit der regionalen Verbindungsstrasse A15-Gaster erreicht werden können. Das Projekt löst folglich den gordischen Knoten im Regionalverkehr. Einen Plan B gibt es nicht.

Investitionen zur Erhöhung der Lebensqualität und der Sicherheit sind nicht immer wirtschaftliche Modelle. Die Mehraufwendungen, welche den Gesamtnutzwert minimieren, kommen teilweise auch der Bevölkerung zugute. Beispielsweise wurde als Resultat der öffentlichen Mitwirkung der Tunnel im Gebiet Rotfarb verlängert. Dieser Tunnel schützt das Wohnquartier vor Emissionen, verteuert aber das Projekt.

Ebenso entspricht die Direktanbindung des Schmerkner Industriegebiets an die Autobahn einem lange gehegten Bedürfnis. In Schmerikon wird unter anderem die Erschliessung des südlichen Siedlungsgebiets verbessert und die Ortsdurchfahrt vom Schwerverkehr entlastet. Diese Direktanbindung an die Autobahn ist ebenfalls Teil des Projekts.

Nicht die billigste, sondern die beste Strasse

Die Region Zürichsee-Linth nimmt befriedigt zur Kenntnis, dass der Kanton nicht einfach die billigste Strasse bauen möchte. Viel mehr hat er bei der Planung Rücksicht auf die Bedürfnisse der Bevölkerung genommen; das kostet Geld. Weiter nimmt das Projekt maximal Rücksicht auf die Umwelt. Beeinträchtigungen werden mit geeigneten Massnahmen aufs Minimum reduziert.

Im Jahr 2013 hat der St. Galler Kantonsrat das Projekt mit erster Priorität ins 16. Strassenbauprogramm aufgenommen. Mit 73 Ja- und 31 Nein-Stimmen sowie zwei Enthaltungen war der Entscheid sehr deutlich. Mit diesem klaren Resultat anerkannte der Kantonsrat die strategische Bedeutung des Projekts für die Region Zürichsee-Linth.

Das kantonale Tiefbauamt rechnet mit Realisierungskosten in der Höhe von 300 bis 350 Mio. Franken. Dabei handelt es sich um gebundene Mittel. Das Projekt ist für eine nachhaltige regionale Verkehrs- und Siedlungsentwicklung unverzichtbar. Wird die regionale Verbindungsstrasse A15-Gaster nicht realisiert, wird das Geld nicht einfach gespart, sondern für ein Strassenbauprojekt in einer anderen Region investiert.

2021 09 09 Visualisierung A15 Gaster

Visualisierung Verbindungsstrasse A15-Gaster; überarbeite Linienführung ausserhalb Perimeter BLN-Gebiet beim Kaltbrunner Riet